Forschung

"Reha-Leistungen haben positive Auswirkungen sowohl für den einzelnen Patienten, als auch für die Sozialkassen. Doch welchen Anteil haben einzelne Kliniken an diesem „Outcome“ und macht sich das betriebene Qualitätsmanagement durch bessere Ergebnisse bezahlt?

Teil 1 - Startschuss für gemeinsame Forschung:

Die o.g. Frage stellte den Startschuss für die gemeinsame Forschung im Verbund dar. Sie führte zur Reha-QM-Outcome Studie, die den Zusammenhang zwischen der Leistung von einzelnen Kliniken und dem Effekt für die Solidargemeinschaft der Rentenversicherung untersuchte. Näheres finden Sie in dem Artikel Reha „Qualitätsorientierte Reha macht sich bezahlt“, erschienen in der ku Gesundheitsmanagement Ausgabe 4/2015 oder Sie lesen gleich den Abschlussbericht.


Diese Studie war auch der Anlass, eine Forschungsgruppe ins Leben zu rufen, der das Institut für Rehabilitationsmedizinische Forschung der Universität Ulm, die Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen, die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, das Institut für Prävention und Rehabilitation an der Universität Mainz und die Rentenversicherung Baden-Württemberg angehören. Projektträger ist die Sozial- und Arbeitsmedizinische Akademie Baden-Württemberg.

Die Forschungsgruppe führt die Outcome-Messungen weiter und hat das Ziel Einflussfaktoren auf die Qualität und Nachhaltigkeit von Rehabilitation zu identifizieren. Sie arbeitet wissenschaftlich unabhängig.

 

Teil 2 - inzwischen (2018) geht die Reha-QM-Outcome Studie mit 47 beteiligten Kliniken in die zweite Runde:

Die Studie verknüpft die Qualitätssicherungsdaten mit Routinedaten zur Wiedereingliederung sowie Daten zum patientenberichteten Outcome. An der Studie beteiligen sich insgesamt 47 Kliniken, die von den Deutschen Rentenversicherungen Baden-Württemberg, Braunschweig-Hannover und Nordbayern belegt werden. Neben den Kliniken unseres Qualitätsverbundes sind dies die Kliniken des Verbunds Norddeutscher Rehakliniken (VNR) sowie die Klinikgruppen der beteiligten Rentenversicherungen.

Mit einer Laufzeit von drei Jahren und einer eingeschlossenen Zahl von ca. 18.000 Rehabilitanden verspricht die Studie folgende Fragen zu beantworten:

  • In welchem Ausmaß erreicht die stationäre medizinische Rehabilitation das Ziel der dauerhaften Wiedereingliederung in den Beruf?
  • Lässt sich diese Wirksamkeit in einem risikoadjustierten multiplen Outcome-Index auf Klinikebene abbilden?
  • Lässt sich dieser Index für faire Klinikvergleiche nutzen?
  • Kann ein Outcome-Index in die Routine der Qualitätssicherung und Belegungssteuerung integriert werden?
  • Lassen sich regionale Unterschiede in den Reha-Outcomes erkennen und erklären? Einbezogen werden sollen dabei insbesondere Parameter der regionalen Arbeitsmarktlage (z.B. landkreisbezogene Arbeitslosenquoten).
  • Ist es möglich „Beispiele guter Praxis“ in den beteiligten Kliniken zu identifizieren und diese auch unter Wettbewerbsbedingungen im Sinne eines "Von-Einander-Lernens" klinikübergreifend zu nutzen?
  • Welche Konsequenzen ergeben sich für Klinik- und Leistungsträger?

Regelmäßige Berichte über die Studie finden Sie hier.

 

Teil 3:

Darüberhinaus führen einige der Kliniken eigene Forschungsprojekte durch, deren Ergebnisse sie den Partnerkliniken zur Verfügung stellen.